Geschäfte in Russland locken. Schließlich ist das Land ein riesiger Markt, der noch lange nicht vollständig erschlossen ist. Wie Händler und Produzenten wollen natürlich auch die Logistiker Initiativen ergreifen, von diesem Markt zu profitieren. Doch so groß das Land und so vielfältig die Möglichkeiten, so mannigfaltig sind auch die technischen und bürokratischen Hemmnisse, die manchen vor einem Engagement zurückschrecken lassen. Oft fehlen nicht nur der Mut, sondern schlicht und einfach die Kenntnisse und Kontakte, die das Geschäft zum Laufen bringen. Entsprechend vielseitig sind die Informationen, die man braucht, auch um ohne elektronische Maßnahmen wie Tracking und Tracing der Transporte auszukommen. Und das hat sich in den letzten Jahren, in denen die politischen Differenzen zwischen Russland und den europäischen Staaten zugenommen haben, eher verschlechtert.

Um hier Abhilfe zu schaffen, befasst sich die HDS Consulting GmbH in Braunschweig seit Jahren mit Lösungen. Darum wurde in einem Joint Venture mit der Schweizer IPLS AG die HDS Russia gegründet, mit dem Zweck, die Kräfte im Russlandgeschäft zu bündeln und praktikable Prozesse mit den russischen Partnern und Behörden zu installieren. Denn der Gedanke der Kooperation ist bei den beteiligten russischen Ämtern noch nicht wirklich angekommen. Im Gegenteil: Fehler in den Frachtpapieren oder versäumte Genehmigungen führen allzu oft zu sehr restriktiven Maßnahmen. Der Russland-Transport wird dann festgesetzt und wertvolle Zeit geht verloren.

Auch die russischen Transportunternehmen arbeiten nicht auf dem westeuropäischen Standard. Elektronische Unterstützung ist meist ein Fremdwort. Außerdem bedienen die Unternehmen oft nur einzelne Destinationen, ohne miteinander vernetzt zu sein.

 

zertifikat-russland-logistik Neues Zertifizierungsverfahren für Frachtführer und Spediteure

Hier kommt nun die HDS Russia ins Spiel. Mit großen Aufwand hat diese ein Verfahren entwickelt, das in das von russischer Seite anerkannte Zertifizierungsverfahren Seclog mündete. Um die Zertifizierung zu erlangen, muss jeder Frachtführer oder Spediteur nachweisen, dass er mindestens fünf Jahre auf dem russischen Markt aktiv ist und dabei keinerlei steuerliche Vergehen nachweisbar sind. Immerhin sind inzwischen ca. 200 Unternehmen zertifiziert, mit steigender Tendenz: Über 470 haben die Zertifizierung beantragt und befinden sich im Prüfungsprozess.

Mit der Zertifizierung bekommt der Frachtführer nach Eintragung in das HDS-Register einen Sender, der im Lkw installiert wird, so dass der europäische Kunde die Kontrolle per Track & Trace erhält. Das Zertifizierungsverfahren selbst erfolgt kostenfrei, das Gerät steht mit 10 € monatlich in Rechnung. Dazu kommen die Kosten für die Anschaffung eines geeigneten Handys. Über die Registrierung wird den russischen Unternehmern die Zusammenarbeit mit den europäischen Verladern ermöglicht. HDS stellt die Kontakte in ihren Beratungen her.

Aufgrund der detaillierten Kenntnisse des Marktes ist HDS auch in der Lage, das gesamte Ausschreibungsverfahren so zu steuern, dass zum richtigen Zeitpunkt mit den günstigsten Bedingungen gehandelt wird. Dazu gehört eine genaue Analyse des jeweiligen Transportvolumens, das in Beziehung zur Verfügbarkeit von Transportmitteln zu den bestmöglichen Raten vereinbart wird. Um sich und ihre Kunden vor steigenden Preisen zu schützen, evaluiert HDS kontinuierlich die Entwicklung. Denn der aussichtsreiche Markt birgt auch die Gefahr unvorhergesehener Preisentwicklungen. Der volatile russische Sektor hat Auswirkungen auf die Stabilität der russischen Unternehmer. So ist es trotz wachsender Volumen gerade für die kleineren Russland-Spediteure nicht einfach, ausreichende Kredite zur Erweiterung und Erneuerung ihres Fuhrparks zu erhalten. Es bleibt also noch viel spannendes Potential für die kommenden Jahre.

 

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