Im Jahr 2022 wird Deutschlands Logistikbranche einen Umsatz von ca. 300 Milliarden Euro erreichen. Damit wird der Umsatz im Vergleich zu 2021 um ca. 5% steigen. Laut Bundesverband Logistik ist der Umsatz ohne Corona-Krise gestiegen. Seit 2010 wächst der bisherige Umsatz stetig. Die Logistikunternehmen sind in den Bereichen Versand, Transport, Lagerhaltung, Be- und Entladung sowie Verpackung tätig und bilden zusammen eine der größten Branchen in Deutschland. Transportdienstleistungen machen den größten Anteil am deutschen Logistikmarkt aus.

 

Deutsche Logistikbranche im internationalen Vergleich

Deutschland ist Europas umsatzstärkstes Land im Logistikmarkt. Gründe für den Erfolg der deutschen Logistikbranche sind ihre zentrale geografische Lage und die hohe Qualität von Dienstleistungen und Infrastruktur.

Laut einer aktuellen Studie haben sich viele Arbeitnehmer während der Pandemie der Logistik zugewandt. Herkunft der Mitarbeiter und Anzahl der Stellenwechsel in der Transportbranche. Die Pandemie hat viele Branchen hart getroffen. Besonders schwerwiegend sind die Folgen jedoch in den Bereichen Gastronomie, Gastgewerbe und Tourismus. Kaum eine andere Branche verlor im ersten Jahr der Pandemie so viele Mitarbeiter. Laut einer neuen IW-Umfrage haben im Jahr 2020 216.000 Menschen der Arbeit den Rücken gekehrt.

 

27.200 neue Mitarbeiter in Transport und Logistik

Die meisten Quereinsteiger haben Positionen im Verkauf übernommen, zum Beispiel Kassierer in Supermärkten. Rund 34.800 Menschen haben sich in den Bereichen Gastronomie, Gastgewerbe und Tourismus angemeldet und ihre Stelle gewechselt. Rund 27.200 Menschen haben in den Transport- und Logistikbranchen wie Logistik und Paketdiensten eine neue Stelle angetreten. Auch die Führungs- und Organisationsbereiche des Unternehmens profitierten vom Stellenwechsel: 27.100 Menschen, inklusive Sekretariat, starteten dort. Lebensmittelproduktion, Reinigung und Bildung sind ebenfalls beliebte Ziele.  Sicherheit ist wichtiger denn je.

 

Weniger Stellenabbau in der Logistik

Insgesamt wurden branchenübergreifend weniger Stellen abgebaut als vor der Krise. Ohne politische Maßnahmen wie Kurzarbeit hätten viele Menschen höchstwahrscheinlich ihre Jobs gekündigt, schreiben die IW-Wissenschaftler. Viele Mitarbeiter orientieren sich jedoch neu, da die wirtschaftlichen Aussichten eingetrübt sind, neue Schließungen bevorstehen und die Aussichten, die die Branche kurzfristig bringen kann, unklar sind. „In einer Krise kann Sicherheit für viele Menschen noch wichtiger werden“, sagt Studienautorin Paula Risius. „Aber auch die flexibleren Faktoren spielen eine größere Rolle, etwa feste Arbeitszeiten, die sich gut mit dem Privatleben vereinbaren lassen.“ Damit Unternehmen mehr Arbeitskräfte zurückgewinnen können, müssen sie als Arbeitgeber attraktiver werden – etwa durch eine bessere Vereinbarkeit von Schicht- und Heimarbeit, flexiblere Arbeitszeiten oder einen Tagesempfang in Randzeiten. „Allerdings wird das Problem des Fachkräftemangels damit nicht vollständig gelöst“, sagt Risius. „Ohne zusätzliche politische Unterstützung, etwa um die Zuwanderung von Fachkräften zu fördern, wird das nicht funktionieren.“

 

Logistik & Forschung

Daten der Bundesagentur für Arbeit werteten die Befragung aus. Auch die IW-Prüfstelle (KOFA) arbeitet gegen den Fachkräftemangel. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Zentrum unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen bei der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern.

Laut einer aktuellen Studie haben sich viele Arbeitnehmer während der Pandemie der Logistik zugewandt. Die Herkunft der Beschäftigten und die Zahl der Stellenwechsel in der Transportbranche.

 

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